BERATUNG FÜR FAMILIENFREUNDLICHE ARBEITSWELTEN
Vierzehn Wochen schulfrei. Fünf Wochen Urlaub.
Österreichische Schulen sind in etwa vierzehn Wochen im Jahr geschlossen. Dem stehen in der Regel fünf Wochen Urlaub der Eltern gegenüber. Selbst wenn zwei Elternteile ihren gesamten Urlaub aufteilen und keinen einzigen Tag gemeinsam freinehmen, geht die Rechnung nicht auf und es bleiben 4 Wochen über. Dazu kommen Schließtage im Kindergarten, Fenstertage, ein Kind mit Fieber und die Dienstreise, die sich nicht verschieben lässt.
Sechs von zehn Eltern beschreiben allein die Organisation der Sommerferien als große Herausforderung. Beim genauen Hinschauen versteht man schnell, warum: Der Sommer wird zum organisatorischen Puzzle aus eigenem Urlaub, Großeltern und Bekannten, öffentlichen Betreuungsangeboten und Feriencamps. Im Durchschnitt geben Eltern 415 Euro pro Kind für die Ferienbetreuung aus, fast die Hälfte empfindet diese zusätzlichen Kosten als Belastung. Und selbst nachdem all das organisiert ist, bleibt im Schnitt noch eine Betreuungslücke von rund zwei Wochen.
Dabei beginnt die tägliche Organisation von Familie und Beruf lange vor den Ferien. Schulschluss und Kindergarten-Schließzeiten richten sich schließlich nicht nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag. Wer bringt, wer holt, wer übernimmt den Nachmittag und wie passt das alles zu Arbeitsweg, Meetings und Dienstplan? Für Eltern sind das Fragen, die an jedem ganz normalen Arbeitstag gelöst sein müssen.
Was an normalen Tagen schon einiges an Organisation braucht, wird in den Ferien zur echten Herausforderung. Beides wird zuerst am Küchentisch verhandelt, bevor es schließlich auf einem Schreibtisch in Ihrem Haus landet.
Erlaubt heißt noch nicht willkommen
Ein Schreibtisch, ein paar Spielsachen, vielleicht noch ein Kinderstuhl – technisch wäre alles da. Trotzdem überlegen es sich Eltern zweimal, bevor sie ihr Kind tatsächlich zur Arbeit mitbringen.
Was, wenn es laut wird? Was, wenn es sich langweilt? Wie soll ich gleichzeitig arbeiten und für mein Kind da sein? Und was denken eigentlich die Kolleg:innen?
Genau hier reicht ein Eltern-Kind-Büro allein nicht aus. Eltern brauchen auch eine Idee davon, wie ein gemeinsamer Arbeitstag funktionieren kann. Und Kinder brauchen keinen zweiten Kindergarten mitten im Büro. Sie brauchen Orientierung: Was passiert hier? Was darf ich tun? Wo kann ich mitmachen und wann ist Zeit, mich selbst zu beschäftigen?
Hier kommen wir ins Spiel. Wir wissen, wie Kinder sich in einer Erwachsenenwelt zurechtfinden und geben Eltern konkrete Tricks, Tools und Routinen an die Hand, mit denen Kinder am Arbeitsplatz ihren eigenen Platz im Tagesablauf finden. Und wir zeigen Unternehmen, welche Rahmenbedingungen es dafür braucht.
Für ein Unternehmen ist das mehr als nur eine nette Geste. Denn Betreuungsprobleme bleiben oft unsichtbar. Sie zeigen sich als Stundenreduktion, als schwieriger Wiedereinstieg oder als berufliche Entscheidung, deren eigentlichen Grund das Unternehmen nie erfährt. Ein Angebot, das Eltern tatsächlich nutzen, macht diese Situationen sichtbar – und lösbar, bevor sie Karrieren verändern.
Es braucht ein Dorf. Und manchmal einfach nur ein paar ziemlich gute Tricks.
Familienfreundlichkeit im Alltag konkret
Familienfreundlichkeit entsteht aus vielen kleinen Entscheidungen. Nicht jedes Unternehmen braucht einen Betriebskindergarten und nicht jede Betreuungsfrage braucht gleich ein Großprojekt als Lösung. Oft sind es ein paar sehr konkrete Stellen im Jahr oder im Arbeitsalltag, an denen eine gute Lösung den entscheidenden Unterschied macht. Genau dort setzen wir an.
Kinder im Betriebsalltag
Meistens braucht es keinen Betriebskindergarten, sondern einen guten Plan für einen ganz normalen Dienstag. Wir entwickeln Lösungen dafür, wie ein gemeinsamer Arbeitstag für Eltern und Kinder entspannt gelingt, vom Eltern-Kind-Büro über klare Abläufe und Mitbring-Tage bis zu kleinen Ritualen, die Kinder ganz selbstverständlich mit einbeziehen.
Ferien und Schließtage
Wenn vierzehn Wochen Schulferien auf fünf Wochen Urlaub treffen, braucht es mehr als gute Planung. Wir übernehmen die Betreuung an einzelnen Tagen oder über längere Ferienzeiträume, mit einem Programm, auf das sich Kinder freuen und Eltern verlassen können. Direkt an Ihrem Standort oder unterwegs, wenn der Ferientag zum Abenteuerausflug wird.
Kinder bei Firmenevents
Betriebsversammlung, Klausur, Schulungstage oder Weihnachtsfeier: Nicht jeder Termin lässt sich um Betreuungszeiten herum planen. Wir schaffen parallel ein Kinderprogramm, damit Eltern teilnehmen können und ihre Kinder währenddessen ebenfalls einen guten Tag haben.
Karenz und Wiedereinstieg
Wie bleibt der Kontakt während der Karenz lebendig? Gibt es Familienvormittage, Wiedereinstiegsveranstaltungen oder kann das Baby einfach mit ins Büro? Gemeinsam schauen wir, welche Formate zu Ihrer Belegschaft passen und wie ein Wiedereinstieg aussehen kann, der nicht von heute auf morgen passiert, sondern Schritt für Schritt wächst.
Arbeitswelt für Kinder erlebbar machen
Was macht Mama eigentlich den ganzen Tag in dieser riesigen Halle? Warum stehen hier so viele LKWs? Was passiert in einem Labor? Und was bedeutet es eigentlich, wenn Papa sagt, er hat heute „eine Besprechung“? Wir entwickeln Erlebnisformate, Ausflüge und Projekte, bei denen Kinder die Arbeitswelt ihrer Eltern kennenlernen. So, wie Kinder die Dinge verstehen: indem sie entdecken, ausprobieren, fragen und selbst mit anpacken.
Sichtbarkeit nach innen und außen
Familienfreundlichkeit wirkt am stärksten, wenn man sie sieht und fühlt. Aus dem, was in Ihrem Unternehmen tatsächlich passiert, entstehen Bilder, Geschichten und Content für Ihre interne Kommunikation, Ihre Karriereseite, Employer Branding und Einreichungen bei Wettbewerben und Auszeichnungen.
Wenn Kinder den Betrieb entdecken
Vom Labor über die Werkstatt bis zum Büro: Was für Erwachsene tägliche Routine ist, finden Kinder meist unglaublich spannend und ist für sie eine völlig neue Welt.
Wie groß die Neugier auf die Arbeitswelt ist, zeigt die Kinder Business Week in Wien. Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche kamen allein 2025 dorthin, um in rund 70 Workshops hinter die Kulissen österreichischer Unternehmen zu schauen und zu erleben, wie Produkte entstehen, Betriebe funktionieren und ganz unterschiedliche Berufe aussehen.
Wer Kindern Einblick in diese Welt gibt, schafft deshalb viel mehr als einen schönen Tag. Kinder verstehen besser, was ihre Eltern eigentlich arbeiten und warum ihnen ihr Beruf wichtig ist. Mitarbeiter erleben, dass nicht nur ihre Arbeitsleistung wichtig ist, sondern auch ihre Familie im Unternehmen einen Platz hat. Und aus abstrakten Arbeitgeber:innen wird für die ganze Familie ein Ort, mit dem konkrete Geschichten und Gesichter verbunden sind.
Bei älteren Kindern und Jugendlichen kommt noch etwas dazu: Berufsorientierung beginnt lange bevor eine Bewerbung geschrieben wird. Wer einen Betrieb schon einmal von innen gesehen, etwas ausprobiert und Menschen bei ihrer Arbeit erlebt hat, hat ein anderes Bild davon, welche Berufe überhaupt existieren. Für Unternehmen entsteht dadurch die Chance, früh sichtbar zu werden – auch bei den Fachkräften von morgen.
Genau solche Begegnungen gestalten wir, passend zu Ihrem Unternehmen und den dazugehörigen Kindern. Und zwar mit Erlebnissen, bei denen Kinder selbst entdecken, ausprobieren und verstehen. Denn ein Unternehmen, das Familien wirklich hineinlässt, macht glaubwürdig erlebbar, was für ein Arbeitgeber Sie sind.
Familienfreundlichkeit entlastet das ganze Unternehmen
Wenn Betreuung planbarer wird, wird Arbeit planbarer. Eltern müssen Ferienwochen nicht jedes Jahr aufs Neue irgendwie zusammenschustern. Der Wiedereinstieg nach der Karenz wird leichter, wenn bereits klar ist, dass das Baby einfach mitgebracht werden darf. Und Arbeitszeit muss nicht dort reduziert werden, wo eigentlich eine Betreuungslücke das Problem ist.
Davon profitieren alle Menschen im Team, sogar die, die keine Kinder haben. Wenn Ferienzeiten verlässlich organisiert sind, entspannt sich die Urlaubsplanung insgesamt. Vertretungen werden planbarer und es müssen nicht immer die gleichen Kolleg:innen selbstverständlich jedes Jahr im August die Lücken auffangen. (Im Design etwas hervorheben)
Familie kann außerdem ganz unterschiedlich aussehen. Deshalb denken wir Familienfreundlichkeit nicht als Sonderleistung für eine einzelne Gruppe, sondern als Teil einer Arbeitsorganisation, in der es unterschiedliche Lebensphasen gibt.
Auch nach außen ist Familienfreundlichkeit dann interessant, wenn sie konkret ist. Nicht die Aussage „Wir sind ein familienfreundliches Unternehmen“, auf der Karriereseite überzeugt, sondern die Antwort auf die Frage: Was tun Sie tatsächlich dafür? Wer darauf etwas Greifbares erzählt, macht aus Familienfreundlichkeit ein glaubwürdiges Argument für das eigene Unternehmen.
Wo hilft Familienfreundlichkeit Ihren Leuten wirklich?
Vielleicht sind es die Sommerferien. Vielleicht drei Fenstertage, die jedes Jahr die Urlaubsplanung durcheinanderbringen. Vielleicht der Wiedereinstieg nach der Karenz oder die Frage, wie Kinder ganz selbstverständlich einmal mit in den Betrieb kommen können. Genau das finden wir gemeinsam heraus.
Wir schauen uns an, was Ihre Mitarbeiter:innen wirklich brauchen, was bei Ihnen bereits möglich ist und wo eine kleine Lösung reicht, bevor aus guter Absicht ein großes Projekt wird, das am eigentlichen Bedarf vorbeigeht.
Erzählen Sie uns, wo es bei Ihnen noch einen guten Plan braucht.